Ein Blog rund um die Fotografie und die Regensburger Foto Blos'n

Montag, 7. August 2017

Kuba...Havannas Straßenleben die Zweite

Hallo liebe Leser,

hier gehts weiter mit dem Straßenleben in Havanna. Nachdem wir uns beim letzten Mal die Nahrungsbeschaffung angesehen haben, möchte ich heute ein wenig die Freizeitgestaltung der Kubaner zeigen. Und was würde sich da besser anbieten als der Malecón, die Flaniermeile und Partypromenade direkt am Strand.

Während in den heißen Tagesstunden kaum ein Kubaner auf dem Malecón unterwegs ist, ändert sich dies in den Abendstunden. Zunächst sieht man meist nur die pescadores (Fischer )...

Pescador

...und die jungen wagemutigen, die sich in die Fluten stürzen.

Freibad
Doch natürlich erlebt man hier auch ein wenig Kultur und so langsam steigt die Party.

Malecón

Was für eine Kulisse mit dem Habana Libre Hotel im Hintergrund. Das lädt zum verweilen auf. Wer hier nicht kurz innehält, hat die Stadt nicht verstanden.

Und je später die Stunde, um so mehr Zuhörer und Partypeople finden sich ein.

Party
Doch der Malecón ist nicht der einzige Ort in Havanna, auf dem sich die Kubaner vergnügen. So ist beispielsweise die Plaza Vieja ein beliebter Ort um auf andere Gedanken zu kommen. Während im Hintergrund eine Band die Gäste unterhält, scheint dieser Herr mit den Gedanken irgendwo anders zu sein.

gedankenverloren

Alternativ kann man sich natürlich auch um seine Herzdame kümmern. In meinen Augen ein sehr rührendes und unbeschwertes Bild dieses Liebespaares.

Liebe
Vermutlich können sich beide den Besuch des Restaurants im Hintergrund nicht leisten, aber sie genießen einfach die Atmosphäre und fingen später gar an zu tanzen... natürlich Salsa, was sonst.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig das Straßenleben von einer anderen Perspektive beleuchten und hoffentlich gefallen die Bilder. Mehr gibt es wie immer hier zu sehen... https://www.flickr.com/photos/markus_kolar/albums/72157671779328891/page1

Und damit schließe ich für heute wieder den Blog. Aber keine Sorge, ich komme wieder. Der nächste Beitrag wird wohl noch von Havanna handeln. Aber so langsam sollten wir uns Gedanken um das Valle Vinales machen.

Bis demnächst

Markus

Montag, 3. Juli 2017

Kuba...Havannas Straßenleben

Hallo liebe Leser,

Jessas...jetzt ist tatsächlich der letzte Beitrag mehr als ein halbes Jahr her. 2017 war einfach bis zum Mai die Hölle. Zuerst der Umzug, dann wurde ich in einen Verkehrsunfall verwickelt und musste mich um einen neuen fahrbaren Untersatz kümmern und der Reisevortrag über Kuba wollte auch noch fertig werden. Aber so langsam kehrt hier wieder die Normalität ein.

Heute möchte ich nochmal Havanna zeigen, jedoch diesmal ein wenig das Straßenleben. Ich vermute jedoch, dass ich nicht alles in einen Beitrag packen kann.

Fangen wir doch einfach mit der Plaza de las Armas an. Ein sehr schöner Platz mit viel Grün und reichlich Platz für allerlei Stände der Bücherverkäufer und Trödelhändler.


Händler 1

Händler 2

Wie unschwer zu erkennen ist, handeln die meisten Bücher von Ché oder der Revolution. Nur ab und an finden sich andere Titel von Fidel Castro oder andere sozialistische Literatur.

Lebensmittel kann man natürlich in gewöhnlichen Läden kaufen, jedoch tummeln sich auch einige  Straßenhändler in den Gassen.

Straßenhändler

Nachdem die Regierung in den letzten Jahren den Betrieb von kleinen privaten Wirtschaftsinitiativen zugelassen hat, versuchen viele so ihr Einkommen zu verbessern.

Etwas seltsam für uns Mitteleuropäer ist jedoch folgende Szenerie.

Während in dieser Metzgerei die Regale leer zu sein scheinen...
Metzgerei
...liegt hier das Fleisch bergeweise rum, und das ungeschützt bei über 30°C.

Fleisch

Ich vermute einfach, dass die Verdauung der Kubaner den einen oder anderen Keim locker abkann, denn bei uns wäre so etwas sicher undenkbar.

Bei Obst und Gemüse sind die Temperaturen nicht so das große Problem.

Obst und Gemüse
Offensichtlich hat die Firma Maggi guten Draht zu den Castros.

Um all die Lebensmittel verarbeiten zu können, werden Pfannen und Töpfe benötigt. Diese sind beim Haushaltswarenhändler des Vertrauens um die Ecke erhältlich.

Haushaltswaren
So das war jetzt der erste Beitrag im Jahr 2017....es wird nicht der Letzte bleiben. Wie eingangs schon erwähnt, wird es zum Straßenleben noch einen zweiten Beitrag geben.

In diesem Sinne bis demnächst.


Markus

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Save the dates...in eigener Sache...Reisevortrag "Kuba - Fidels Paradies " bei der FGR und SGS Foto Amberg

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich ein wenig Werbung in eigener Sache machen.

Am Freitag den 21. April 2017 um 20.00 Uhr zeige ich im Rahmen eines Reisevortrags bei der Fotografischen Gesellschaft Regensburg meine Eindrücke aus Kuba. Der Vortrag findet in der Gaststätte Spitalkeller in der Alten Nürnberger Straße 12 in Regensburg statt. Gäste sind herzlich willkommen und der Eintritt ist frei.

Realsozialismus, Rum, Salsarhythmen, Tabak, Oldtimer, Karibik und fantastische Landschaften ... all diese Klischees werden voll bedient.


Valle de Vinales
Wer an diesem 21. April den Vortrag verpasst, hat zweieinhalb Wochen später, am 9. Mai um 18:30 nochmal die Gelegenheit. Diesmal bei der SGS Foto Amberg. Bitte beachtet, dass die SGS ab 1.Januar 2017 VHS Foto Amberg heißt. Der Vortrag findet im Raseliushaus, Zeughausstraße 1A, 92224 Amberg statt. Auch in Amberg sind Gäste jederzeit willkommen und auch hier ist der Eintritt frei.

Über zahlreiche Besucher würde ich mich freuen.
 


Dienstag, 1. November 2016

Kuba....Havanna...Teil 2

Hallo liebe Leser,

ein turbulenter Oktober liegt hinter uns, aber jetzt geht's hier mit einem kleinem Nachbericht aus Kuba weiter.
Heute möchte ich euch ein wenig Architektur zeigen, die man in Havanna so vorfindet.  Dank UNESCO Geldern wird der innerste Kern von Havanna Vieja seit einigen Jahren restauriert.


Havanna Vieja
Viele der Häuser sind im schönen Kolonialstil errichtet. Und natürlich wie Überall sind Häuser von Banken erstklassig renoviert und gestaltet, wie das Gebäude rechts auf dem folgendem Bild zeigt

Plaza de San Francisco de Asís

Und während die Banken ihr Geld verprassen, kämpft ein Großteil der Bevölkerung in baufälligen Häusern ums Überleben.

Verfall 1

Doch während man hier anhand der Wäsche und der Balkonbepflanzung sofort sieht, dass das Haus bewohnt ist, muss man anderenorts schon genauer hinsehen. Aber manchmal ist einfach Hopfen und Malz verloren.

Baustelle
Man wird sehen, was aus diesem Gebäude wird. Und wie überall auf Kuba, Improvisation ist alles.

Freibad
Im modernen Stadtteil Vedado, der von Havana Vieja durch den Malecón getrennt wird sieht man wiederum das Geld. Geschäftshäuser, und schicke Villen prägen das Straßenbild.

Vedado
Zweckmäßige Bauten im 60er Jahre Stil und das alles überragende FOCSA Gebäude, welches angeblich den schönsten Ausblick auf Havanna bieten soll. Leider konnten wir das nicht überprüfen, denn als wir am Fuße des Gebäudes standen, war das Restaurant von dem man den Blick haben soll, geschlossen.

FOCSA Gebäude

Unweit des FOCSA Gebäudes findet man das Habana Libre. Ein Hotel, dessen Glanz längst verblichen ist. Einst ein vorzügliches Hotel der Luxusklasse, ist es heute nur eine mittelmäßige Absteige.

Habana Libre
Als würden die kreisenden Truthahngeier schon auf den Tod warten.
Doch wenden wir uns den Wohnhäusern in Vedado zu. Auf dem folgenden Bildern sieht man sofort, wo das Geld sitzt.

Vedado 2
Reichlich Grün, und viel Platz. Die Enge von Havana Vieja ist hier nicht zu finden.

Vedado 3
Und auch hier sieht man Häuser im Kolonialstil. Vermutlich sind diese Häuser aber viel später entstanden, so wie das ganze Vedado Viertel.

Vedado 4
Aber auch hier trifft man immer wieder auf die schicken amerikanischen Oldtimer der 40er und 50er Jahre.


So das wars wieder für heute. Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in die Architektur in Havanna geben. Ich könnte hier noch etliche Seiten über die Architektur schreiben und Bilder zeigen, was allerdings für einenBlog zu lange dauern würde. Besucht doch einfach meinen Flickr Account und speziell hier das Album Kuba 2016. Zu finden unter https://www.flickr.com/photos/markus_kolar/albums/72157671779328891/page1

Bis demnächst

Markus












Montag, 12. September 2016

Kuba ... Havanna...Teil 1

Hallo Liebe Leser,

nach langer Pause melde ich mich wieder mit einem brandneuen Beitrag über Kuba, speziell über Havanna.
Die Abenteuerlust führte uns Anfang August für zweieinhalb Wochen auf Fidels Karibikinsel. Noch bevor die Amerikaner mit Coca Cola und McDonald Kuba erobern, wollten wir das Land möglichst "kubanisch" erleben. Natürlich hatten wir eine gewissen romantische Vorstellung von Kuba, insbesondere von Havanna. Die alten amerikanischen Schlitten, Salsa-Musik, Vitamin R (Rum) und Zigarren. Und unsere klischeehaften Vorstellungen wurden nicht enttäuscht.

Ich fange gleich mit einem dieser Klischees an, den Oldtimern. Es gibt zig tausende dieser amerikanischen Straßenkreuzer in Kuba.
Vor dem Capitolio

Allerdings sind sie alle Baujahr 1960 und älter. Das ist darin begründet, dass die USA nach der Revolution im Jahre 1959 in mehreren Stufen ein Handelsembargo gegen die kubanische Regierung eingeführt hatten. Seit dem sind keine neue Fahrzeuge nach Kuba importiert worden. Einzige Ausnahme sind Auto russischen Fabrikats, da Fidel und die UDSSR bekanntermaßen gute Freunde waren. Ferner werden seit wenigen Jahren werden Autos aus Fernost und Europa eingekauft. Darüberhinaus war es bis 2011 den Kubanern nicht erlaubt Autos zu besitzen. Ausnahme bildeten eben die Oldtimer die von 1959 im Land waren. Somit wurde immer alles dafür getan die Autos fahrtüchtig zu halten.
Auch wenn das manchmal nicht gelingt

Alter Chevy
Die Kubaner sind sicherlich Weltmeister, wenn es darum geht mit Improvisationstalent Autos zu reparieren. Es herrscht nach wie vor Mangelwirtschaft, auch wenn sich die Versorgungslage in den letzten Jahren deutlich gebessert hat. So werkeln in vermutlich 99% der Oldtimer irgendwelche Russendiesel, denn die alten V8 Motoren haben längst den Dienst quittiert. Und so kann man sich denken, wie stark die Luftverschmutzung ist, und wie sich das in den z.T. sehr engen Gassen anfühlt.

Pontiac Chieftain

Dennoch sind viele der Fahrzeuge so hervorragend restauriert, dass man meint, sie kämen direkt vom Band.

Buick

Da die Kubaner mittlerweile auch private Wirtschaftsinitiativen gründen dürfen, werden viele der Oldies als Taxi eingesetzt. Und so mutiert das Ganze manchmal zum Touristenzirkus, schön aufgereiht an den wichtigen Plätzen, in Erwartung zahlungskräftiger Ausländer.

Aufgereiht

Da geht jedem Fan das Herz auf, auch wenn ich so manchen Oldtimer mit Patina bevorzuge. Ich finde es manchmal eben schöner, wenn man dem Auto seine Geschichte ansieht.
Wie bereits erwähnt, gibt es neben den Amischlitten zahlreiche Auto sowjetischer Produktion. Neben Lada, Moskwitsch sind vereinzelt auch Wolgas zu sehen. Wobei ich persönlich nichts mit diesen russischen Autos anfangen kann. Sie gehören zwar zum Straßenbild, aber schön ist anders.

USA vs. UdSSR
Wie man sieht, ist diese Vorstellung von den zahlreichen Oldtimern keinesfalls nur Phantasie. Sie stehen an fast jeder Ecke. Und aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens kann man sie häufig in aller Ruhe fotografieren, solange man nicht ein Taxi angeboten bekommt.

Für heute möchte ich mit einer Detailaufnahme schließen. Sicher kein Prachtexemplar eines Chevrolet Special One-Fifty, dafür aber mit Geschichte.

Chevrolet Special One-Fifty


So das war's für heute wieder. Havanna die laute Perle in der Karibik wird uns aber noch länger beschäftigen. Das nächste Thema könnte die Architektur, der Malecón oder vielleicht ein wenig Revolutionsgeschichte sein. Mal sehen, was mir als nächstes gefällt.

Bis demnächst

Markus